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Ausstellungseröffnung: Sexualitäten und Geschlechter im Spiegel

Am Mittwoch, den 03.08.2022, luden das Queere Netzwerk Gifhorn und das Kulturbüro der Stadt Gifhorn ins Rathaus zur Ausstellungseröffnung von „Sexualitäten und Geschlecht im Spiegel“. Die Ausstellung ist von nun an zwei Wochen für alle Menschen öffentlich zugänglich.

 

Es war eine urlaubsbedingte kleine, aber trotzdem schöne Runde, in der die Eröffnung der Ausstellung gefeiert werden konnte. Zunächst hielt der stellv. Bürgermeister der Stadt Gifhorn, Thomas Reuter, ein Grußwort, ehe der Urheber der Ausstellung, der Verein niedersächsischer Bildungsinititativen den Sinn und Zweck der Ausstellung erläuterte. Schließlich erläuterte Ruder die Beweggründe für die Ausstellung und warum das Netzwerk die Notwendigkeit dessen sieht.

 

Den Rest des Abends wurde gemeinsam über die Ausstellung gesprochen, Inhalte ausgetauscht und eben Sexualitäten und Geschlechter im Spiegel betrachtet.

 


Beschreibung der Ausstellung

Im Alltag werden Menschen den Geschlechtern Mann oder Frau zugeordnet. Dieses binäre Geschlechtersystem orientiert sich stark an der geschlechtlichen Fortpflanzung und dem damit verbundenen Begehren: Männer „wollen Sex mit Frauen“ und Frauen stehen nur auf Männer. Andere Vorstellungen und Möglichkeiten von Geschlecht und Sexualität wurden und werden oft noch als Abweichung von der binären Norm betrachtet, tabuisiert oder sogar als „unnormal“ abgewertet.

Anderswo auf der Welt gab und gibt es Vorstellungen von Sexualität und Geschlecht, die mehr kennen und erlauben als das binäre Geschlechtersystem. Als Beispiele werden Hijras (u.a. in Indien) und Kathoey (in Thailand und Laos) in der Ausstellung vorgestellt.

Auch „westliche“ Vorstellungen von Geschlecht und Sexualität, die in Deutschland vorherrschen, haben sich im Laufe der Jahrhunderte geändert. Ein Beispiel ist der Umgang mit gleichgeschlechtlicher Sexualität. Die Vorstellung, dass Sex zwischen Männern bedeutet, die beiden sind „homosexuell“, ist erst 120 Jahre alt.

Ziel dieser Ausstellung ist aufzuzeigen, wie mit Sexualitäten, Geschlechtsidentitäten sowie Beziehungs- und Lebensmodellen in unterschiedlichen kulturellen und historischen Kontexten umgegangen wurde. Was uns heute als selbstverständlich erscheint, war nicht immer so und ist es in anderen kulturellen Bezügen erst recht nicht. Unser Wunsch ist über diese Unterschiede sowie herrschende gesellschaftliche und alternative Vorstellungen in den Austausch zu kommen.

 

Die Ausstellung kann nach der Eröffnung im Gifhorner Rathaus bis zum 17.08.2022 besichtigt werden. Sie ist allen Menschen zu den Öffnungszeiten des Rathauses zugänglich. Finanziert wird die Ausstellung durch Mittel des VNB Niedersachsen.

 

Kontakt

Queeres Netzwerk Gifhorn

Torstr. 16

38518 Gifhorn

 

Tel.: 05371 17 00 390

info@queeres-netzwerk-gf.de

Bürozeiten: Di & Do von 09 - 12:00 Uhr



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